Menschen & Geschichten
Personen
Mecklar hat über Jahrhunderte Persönlichkeiten hervorgebracht — und ungewöhnliche Verbindungen zu berühmten Namen der deutschen Geschichte geknüpft.
Literaturgeschichte
Die Brüder Grimm und Mecklar
Pfarrer Karl Heinrich Koppen (1752–1822), der 31 Jahre lang, von 1791 bis 1822, das Pfarramt in Mecklar innehatte, war ein Vetter der Familie Grimm. Als 1805 die Mutter der Brüder Grimm, Dorothea, mit ihrer Tochter Lotte von Steinau nach Kassel übersiedelte, machte sie auf dem Weg Station bei „Vetter" Koppen in Mecklar — bevor sie in Hersfeld das Marktschiff auf der Fulda nach Kassel bestieg.
Auch die Brüder selbst besuchten Koppen mehrfach. Am eindrücklichsten belegt ist ein Brief, den Wilhelm Grimm im Oktober 1810 von einer Sammelreise für die berühmten „Kinder- und Hausmärchen" aus an seine Tante schrieb — er war zuvor bei Verwandten in Hersfeld zu Gast gewesen:
„Mit Gieslers war ich auch zu Mecklar beim Vetter Koppen zur Kirmeß. Er hat mich sehr freundschaftlich empfangen und recht oft von Ihnen gesprochen …" Wilhelm Grimm, Brief an Henriette Zimmer, Oktober 1810
Wilhelm Grimm feierte demnach 1810 in Mecklar mit — mitten in der Zeit, in der er in Nordhessen systematisch Märchen und Sagen sammelte. Auch Koppens Ehefrau Amalie Elisabeth, geborene Münscher, verband die Pfarrfamilie mit einem weitverzweigten Hersfelder Gelehrtennetzwerk, dem unter anderem der Verfasser einer bekannten Geschichte Hessens entstammte.
Ein geflügeltes Wort
„Ich mach's wie der Pfarrer Raßmann"
Besondere Willensstärke wird Pfarrer Karl Christian Raßmann nachgesagt, der das Mecklarer Pfarramt 1849 im Alter von bereits 68 Jahren antrat — und es noch zwölf weitere Jahre bis 1861 versah. Sein Eigensinn hat sich in einem bis heute im Hessenland kursierenden Sprichwort erhalten: „Ich mach's wie der Pfarrer Raßmann", sinngemäß „ich mach's, wie ich will".
Heute
Verantwortung im Dorf
-
Jördis Schuch — Ortsvorsteherin von Mecklar
Der siebenköpfige Ortsbeirat Mecklar vertritt die Interessen des Ortsteils gegenüber der Gemeinde Ludwigsau.
Aktuelle Mitglieder des Ortsbeirats und weitere kommunalpolitische Informationen finden Sie auf der Website der Gemeinde Ludwigsau.
Landespolitik
Elisabeth Apel
Elisabeth Apel, geboren 1958 in Schrecksbach, lebt in Mecklar und war von 1999 bis 2008 sowie 2013/14 für die CDU Mitglied des Hessischen Landtags im Wahlkreis Hersfeld. Gelernte Lebensmitteltechnologin, engagierte sie sich zudem lange in der Gemeindevertretung Ludwigsau. 2014 wechselte sie kurzzeitig zur AfD, kehrte der Partei aber schon 2015 wieder den Rücken.
Quelle: Wikipedia und Hessischer Landtag, Parlamentarismusgeschichte.
Quelle: Wikipedia und Hessischer Landtag, Parlamentarismusgeschichte.
Historisches Gedächtnis
Chronisten & Wegbereiter
Viel von dem, was heute über Mecklars Geschichte bekannt ist, verdanken wir dem langjährigen Einsatz einzelner Mecklarer: Ortschronist Wilfried Apel trug ab 2000 die Artikelserie „Auf den Spuren der Mecklarer Geschichte" zusammen, Heini Claus und Dieter Holl rekonstruierten aus den Kirchenbüchern das Verzeichnis der Mecklarer Auswanderer, und Heinrich Lohrbach sammelte für die 750-Jahrfeier 2002 historische Fotografien aus dem ganzen Dorf. Ohne ihre Arbeit gäbe es diese Seite in dieser Form nicht.